Giulia Musella
Die sich Suchenden
Die sich Suchenden
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In 'Die sich Suchenden' entfaltet Giulia Musella — ausgebildet in der kunsthistorischen Tradition Heidelbergs, arbeitend aus ihrem Atelier in Freiburg — eine Bildwelt, in der zwei Figuren durch eine sich auflösende Stadtarchitektur ziehen: die eine flüchtig, die andere verharrend, beide dem gleichen rätselhaften Lichtzentrum aus Weiß und Gold zugewandt, das weniger Sonne ist als freiliegender innerer Zustand. Spachtelschichten in Ocker, Kobaltblau und gebranntem Siena lassen die Architektur nicht zerfallen, sondern vibrieren — als ob das Bild selbst atmet und den Betrachter in jene Stille zwingt, in der die eigene Suchbewegung sichtbar wird. Direkt aus der Hand der Künstlerin überliefert, trägt das Werk jene materielle Unmittelbarkeit in sich, die Reproduktion nie erreicht: Im Raum hängend verändert es nicht die Wand, sondern die Fragen, die man sich vor ihr zu stellen bereit ist.
In 'Die sich Suchenden' (Those Who Seek Each Other), Giulia Musella — shaped by the art-historical rigour of Heidelberg and working directly from her Freiburg atelier — constructs a suspended world in which two figures traverse a dissolving cityscape: one in motion, one held still, both drawn toward the same ambiguous centre of white and gold that reads not as sun but as exposed interior condition. Layered palette-knife work in ochre, cobalt, and burnt sienna does not destroy the architecture so much as cause it to vibrate — as though the canvas breathes, drawing the viewer into a stillness where their own searching becomes visible. Passed directly from the artist's hand, the work carries a material immediacy no reproduction can approach: hung in a room, it does not alter the wall but the quality of questions one finds oneself willing to ask before it.
Technik: Öl und Acryl auf Leinwand
Maße: 140 × 100 cm
Jahr: 2013
Ausstellung: Vernissage 2013, Freiburg
Status: Verkauft — Unikat aus dem Archiv
